WPS-Standpunkt 2

Standpunkt Nr. 2:
Kampfdrohnen senken die Schwelle zu kriegerischen und gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Bündnis 90/Die Grünen
Ja, der zunehmende Einsatz ferngesteuerter Waffensysteme droht die Einsatzhemmschwelle zu senken und führt damit potentiell zu einer Entgrenzung des Einsatzes militärischer Gewalt.

CDU/CSU
Für den Einsatz von Kampfdrohnen würden die gleichen Einsatzregeln wie für andere Waffen gelten. Eine Ausweitung kriegerischer Auseinandersetzungen ist daher nicht zu befürchten.

Die Linke
Die Kriegsführung mit Drohnen führt zu einer zunehmenden Normalisierung militärischer Gewalt. Der Einsatz militärischer Mittel wird kaum noch als belastend erlebt, Krieg wird zum Normalzustand.

DKP
Ein Verbot und die internationale Ächtung der Produktion und des Einsatzes von Kampfdrohnen ist dringend geboten. Die DKP unterstützt auch die in den anderen Punkten zur Diskussion gestellten Forderungen der Anti-Drohnen-Kampagne.

FDP
In Deutschland ist durch die politische Kontrolle unserer Streitkräfte sichergestellt, dass die Schwelle für den Einsatz von militärischer Gewalt nicht absinkt, egal welche Technologie verfügbar ist.

Piratenpartei
Ja, durch das verminderte Risiko des Verwenders von Kampfdrohnen für personelle Verluste ist es unwahrscheinlicher, auf langwierige Verhandlungen zu setzen.

SPD
Bisherige Einsätze von Kampfdrohnen führen dazu, dass diese militärische Gewalt leichter unter die Wahrnehmbarkeitsschwelle gedrängt und dadurch „banalisiert“ wird. Hier muss politisch entgegengesteuert werden.

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